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Wer mich kennt, weiß, dass ich jede Menge Interessen habe. Viele Hobbys – meist so viele, dass ich gar nicht dazu komme, alles so oft und viel zu machen, dass ich wirklich gut darin würde.
Dennnoch zieht sich, neben meiner Passion, dem Lesen und Schreiben, eine Sache ebenfalls wie ein roter Faden durch mein Leben: Die Fotografie.
Angefangen bei der klassischen, analogen Kompaktkamera, die man noch aufziehen durfte, über analoge Kameras, die aber schon automatisch den Film nachzogen, über meine geliebte EXA 1c – meiner ersten Spiegelreflexkamera, die aber ebenfalls noch aufzuziehen und mit „echtem“ Film war bis hin zu meiner aktuellen ‚good old lady‘, meiner Canon EOS 300d, hat mich dieses Hobby sicher mehrere tausend Fotos schießen lassen. Wieviele davon brauchbar sind oder waren, sei mal dahin gestellt.
Fotografie gibt mir eine gewisse Art von Freiheit. Es ist so ein Hobby, bei dem man – genau, wie beim Schreiben – all seine Gefühle und Emotionen in die Sache einfließen lassen kann. So etwas brauche ich. Und darum bin ich immer etwas deprimiert, wenn ich daran denke, dass ich diese, für mich so wichtige Sache, eigentlich sehr vernachlässige.
Ich brauchte ein Projekt.
Ich wollte mich mal als Amateur-Portrait-Fotograf im Internet anbieten. Aber ehrlich gesagt, halte ich mich nicht für gut genug. Und dieser Hintergedanke ist bei derlei Jobs tödlich.
Dann wollte ich als Cosplay-Fotograf  arbeiten. Die Idee besteht immernoch. Doch sind die Gelgenheit, die sich für diese Art der Fotografie bieten zumeist auf Conventions, die nicht nur sehr weit weg (Kassel, Köln, Leipzig, Bonn, …) sondern auch recht kostspielig und eben auch an Termine gebunden und lassen sich nicht immer dann zwischendurch mal machen, wenn man gerade Lust hat.

Nun habe ich bei einer neuen Followerin bei Twitter ein interessantes Projekt entdeckt.
Auf ihrer Seite berichtet sie darüber, dass sie 365 Tage lang, jeden Tag ein Foto von sich macht und hochläd. Prinzipiell ist das nichts anderes, als das, was Dailybooth auch tut, jedoch irgendwie in einem anderen Rahmen und Stil. Es gibt keine weiteren Regeln. Die Bilder können jeglicher Art sein – sie müssen nur sich selbst abbilden.
Diesem Projekt schließe ich mich jetzt an. Ich finde die Idee super und habe nach 360 Tagen (ich werde Kaufmann – bei mir hat ein Jahr nur 360 Tage! ;) ) außerdem ein schönes „Foto-Tagebuch“. Und da ich ein sehr nostalgischer Mensch bin, ist das die Kirsche auf dem Sahnehäupchen.
Vielleicht werde ich damit schon heute anfangen. Vielleicht auch erst am Wochenende. Aber ich freue mich schon sehr darauf…

Die Fotos werde ich übrigens im entsprechenden Album auf meinen flickr-Account hochladen. Wen es also interessiert und wer es mitverfolgen möchte, kann das dort herzlich gern machen.

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