Gedankenseiten, Lyrik

Am Horizont

Wie der Felsen, der auf die Sturmflut wartet;
Stoisch und geduldig
Hole ich Luft und bereite mich vor.
Beginne mich damit abzufinden
Ein paar Steine, Ecken und kanten zu verlieren.
Teile von mir.
Uberflussig, wenn sie nicht halten.
Denn ich muss halten.
Muss halten.
Muss Dich tragen und Deine Sorgen und Deine Trauer.
Muss stark für Dich sein; Muss halten, wenn Du Dich an mir hältst.
Kein erbarmen, kein nachgeben. Still und haltend am Deiner Seite.
Gegen die Gischt, gehen den Sturm,
Der da hinten am Horizont wütet.
Er wird vieles mit sich spülen.
Teile von mir. Teile von Dir.
Doch nicht mich.
Nicht Dich.
Ich halte.
Dich.
Und wenn er vorüber ist,
Haben wir viel von uns selbst verloren.
Doch nicht uns.
Haben einiges zurückgelassen.
Sind nicht mehr ganz jene die wir waren.
Aber halten.
Uns.
Bis zum nächsten Sturm
Der da schon am Horizont wütet.

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