Gedankenseiten, Lyrik

Am Horizont

Wie der Felsen, der auf die Sturmflut wartet; Stoisch und geduldig Hole ich Luft und bereite mich vor. Beginne mich damit abzufinden Ein paar Steine, Ecken und kanten zu verlieren. Teile von mir. Uberflussig, wenn sie nicht halten. Denn ich muss halten. Muss halten. Muss Dich tragen und Deine Sorgen und Deine Trauer. Muss stark für Dich sein; Muss halten, wenn Du Dich an mir hältst. Kein erbarmen, kein nachgeben. Still und haltend am Deiner Seite. Gegen die Gischt, gehen den Sturm, Der da hinten am Horizont wütet. Er wird vieles mit sich spülen. Teile von mir. Teile von Dir. Doch nicht mich. Nicht Dich. Ich halte. Dich. Und wenn er vorüber ist, Haben wir viel von uns selbst verloren.…

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Gedankensprünge

Zynismus deine Welt

Ich war noch nie ein Optimist. Einer Erzählung meiner Mutter zufolge begann ich im Alter von etwa 3 Jahren plötzlich nicht mehr gern ins Meer oder in den See zu gehen, obwohl ich zuvor eine sprichwörtliche Wasserratte war. In meinen Augen hätte einfach zu viel Schlimmes passieren können. In meinem Leben und meinem Wesen hat sich in den letzten 29 Jahren viel geändert doch das wohl nicht. Ich bin nach wie vor ein – wie Eckart von Hirschhausen so treffend formuliert – „pessimistischer Realist“. Oder war es ein realistischer Pessimist? Am Ende kommt wohl dasselbe dabei heraus. Und offenbar lässt sich beides nicht voneinander trennen. Wer die Realität sieht, wird zynisch und pessimistisch. „Mach kaputt, was dich kaputt macht!“ heißt…

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Diabetikertagebuch

#dedoc Blogparade zum #WDT14: „Hallo, ich bin Chris!“

Hallo, ich bin Chris! Ich bin 28 Jahre alt und meine größten Leidenschaften sind die Fotografie und das erzählende Wort. Ich schreibe, ich lese, ich höre und ich schaue zu. Ich fotografiere seit einiger Zeit semi-professionell und ich muss, trotz aller Selbstzweifel, sagen, dass ich meine Bilder und Texte wirklich gut finde. Ich habe seit ich 14 bin Depressionen, die mich mal mehr und mal weniger belasten, die aber auch zu einigen meister besten Texte geführt haben. Und natürlich: Ich habe Diabetes Typ 1. Seit 1996. Und meine Fresse, wie es mich manchmal nervt… Aber eines nach dem anderen: Ich wurde noch mit der CT geschult. Sprich: zu festen Zeiten nur eine feste Anzahl an BE essen und keinesfalls davon…

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Lyrik

Ja-Wort

Lass mich Dein Netz und doppelter Boden sein; Dein Auffangbecken; Dein sicherer Hafen. Lass mich Dir Geborgenheit geben und Dich fest halten und festhalten. Lass mich Dir Glück eröffnen, dein Sonnenschein am Morgen und Mondlicht über dem See sein. Ich gebe Dir, was Du möchtest, was Du brauchst, was Du willst. Wenn das, was Du willst auch ich bin. Doch du schweigst.

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Gedankenseiten, Lyrik

Der Sucher

Wenn ich durch den Sucher schaue, sehe ich die Welt, wie ich sie fühle. Ich sehe fokussiert, ich sehe Details, ich sehe Schönheit im Verborgenen, im Offensichtlichen; im kleinen und im Großen. Ich sehe Liebe und ich sehe Trauer. Wenn ich durch den Sucher schaue, sehe ich in Dich hinein. Ich sehe wie wunderschön Du bist und wie unglaublich traurig; wie verzweifelt und wie voller Hoffnung, als unbändiges Unkraut Deines Herzens. Ich sehe das Leuchten in deinen Augen und vergangene Tränen auf deinr Naenspitze. Wenn ich durch den Sucher schaue, sehe ich nur, was vor mir liegt. Und was hinter mir ist, sind nur leise Echos aus einer Welt, die nicht wichtig ist. Ich sehe distanziert und fokussiert zugleich; Nichts…

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Gedankenseiten, Lyrik

Schöne Dame neben mir…

Hallo, schöne Damen neben mir! Gerade bist du in die Straßenbahn gestiegen und hast Dich auch promt neben mich gesetzt. Das Lächeln auf Deinen Lippen fiel mir, zwischen all den müden und ernsten Gesichtern des Morgens sofort auf. Dein Lächeln war ansteckend und ich lächle nun auch und frage mich, was es Deines hervorrief. Hey, schöne Dame neben mir! Was macht Dich so glücklich, dass Du Dich vom Morgengrau so abhebst und selbst meinem müden Gesicht ein Lächeln entlockst? War es eine gute Nachricht über den Erfolg Deines Freundes bei der Arbeit? War es eine SMS eines alten, aber sehr guten Freundes von früher? Oder war es vielleicht Dein Lieblingssong im Radio, nachdem Du aufgestanden bist? Vielleich war es auch…

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Gedankenseiten

Formlos

Samstag, 21.9.2012, 6:12 Das ist nun schon die dritte Nacht infolge, die ich noch wach bin, wenn es draußen wieder hell wird. Die letzten Vögel, die noch nicht gen Süden geflogen sind, werden langsam lauter, erste Autotüren schlagen zu und die dazugehörigen Autos fahren davon. Werden langsam in der Ferne leiser, bis es wieder ganz still ist. Ich liebe die Nacht. Die Stille, die mit ihr einher geht. Die Ruhe. Auch, wenn ich etwas mehr schlaf zur gegebenen Zeit bevorzugen würde, so komme ich nicht umhin, zuzugeben, dass ich in der Nacht einen gewissen Grad an innerer Ruhe, fast schon Balance finde. Nicht umsonst, schaffe ich nachts die meiste Arbeit, räume am meisten auf, denke a kreativsten und produktivsten. Schmiede…

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Diabetikertagebuch

Too many days of sugar

Jaja… Sehr vorbildlich, Chris. Großkotzig den ersten Eintrag zu „7 Days Of Sugar“ veröffentlichen und dann 3 Wochen erstmal gar nichts mehr. Typisch! Ich denke, jeder Diabetiker kennt das ganz gut. Egal, wie vorbildlich man ist, irgendwie hat man zwischendurch immer wieder Zeiten, in denen man „messfaul“ wird. Kombiniert mit chronischer Schreibfaulheit kommt dann 3 Wochen lang kein Update. Und kombiniert damit, dass es hier um Diabetes und damit eine Krankheit geht, kommt dabei eine auch nicht so wirklich rosige Statistik heraus. Denn eines ist sicher: Diabetes ist ne Diva. Beschäftigt man sich auch nur einen Tag lang nicht mit ihr, nimmt sie es einem wochenlang übel. Und ich hab mich wochenlang nicht mehr richtig gekümmert… Vor gar nicht so…

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Filmseiten

FilmChris – „Gallowwalkers“

Untote im Wilen Westen? Das MUSS geil sein! Leider weit gefehlt… Das Beste an Gallowwalkers war der Soundtrack. Und selbst der war nur so mittelgut. Die Gtundstory war nett und da hätte man eine ganze Menge draus machen können. Egal, ob Western-Kracher oder guten Trash á la „Hänsel und Gretel“ – hier wäre vieles drin gewesen. Aber nein, ein Unsympath, wie Wesley Snipes musste her, ebenso blasse Haupt- und nebendarsteller, die allesamt einen nur maximal durchschnittlichen Diest leisteten. Der Film wirkt von Anfang bis Ende völlig lust- und herzlos und das Drehbuch folgt kaum einer klaren Linie. Blonde, langhaarige Mit-Fünfziger-Bösewichte waren zuletzt höchstens Anfang der 1990er angesagt, aber nicht 2012 (DVD-Erscheinung) und ein Antipart, der gute 5 Minuten allein auf einem Galgensteg…

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