Essay, Gedankenseiten

Living Nightmare

In der Wohnung ist es still geworden. Im Zimmer ist es dunkel. Die Timeline leert sich. Selbst die Nightline ist kaum noch aktiv. Ich bin noch wach. Wie fast jede Nacht. Gedanken kreisen in mir; halten mich wach, selbst wenn ich schlafe. Und alles will raus, drückt, wie eine Gewehrkugel, die austreten will, von innen an meinen Kopf. BOOM! Headshot! Ich kann gar nicht so schnell schreiben oder gar reden, wie ich denke und wie mir die Emotionen und Gedanken durch das Hirn donnern. Mir tränen die Augen. Die ohnehin schon vernebelte Sicht lässt nun kaum noch ein klares Bild durch. Alles verzerrt sich in ein abstraktes, obskures Bild, eine Karikatur seiner selbst mit einem hässlich ironischen Grinsen auf seinem…

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Held, oder…?

Gundelfingen, 22. August 2011, 1:52 Herrgott! Ist es schon wieder spät. Oder früh. Wie man es sehen möchte. Ich bin hundemüde. Seit Stunden. Und trotzdem wälze ich mich hin und her. Vielleicht liegt es an der Wärme hier im Breisgau. Vielleicht liegt es am neuen Leben, das nun schon drei Wochen andauert. Vielleicht daran, dass sich morgen entscheidet, wie mein neues Leben weiter läuft. Ich weiß es nicht. Und eigentlich ist es mir auch egal. Denn ich bin wach. Und kann nicht schlafen. Das zählt.

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Schritte

Unser Leben besteht aus Schritten. Unsere erste Schritte als Kleinkind sind immer etwas besonderes und werden es für die Eltern wohl immer bleiben. In der Natur sind die ersten Schritte meist lebensnotwendig. Und eine lange Reise beginnt bekanntlich immer mit dem ersten Schritt. So bestimmen Schritte also unser Leben. Bewusst und unbewusst. Einige machen wir, weil wir es wollen, andere, weil wir es müssen und wieder andere, weil wir glauben, sie tun zu müssen. Aber wir tun sie. Denn sie sind für uns das, was wir zum Leben brauchen. Stillstand bedeutet das Ende. Vielleicht nicht gleich, dennoch bald. Wir müssen uns voranbewegen – das ist die Natur von uns. So gehen wir also. Einen Fuß vor den anderen. Schritt für…

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Früher jung

Wie oft höre ich, dass man heut zu Tage viel zu schnell erwachsen wird. Gerade erst im (großartigen!) Film ‚Zombieland‘ fiel der Satz „Heute ist 12 wie 20.“ Ist das wirklich so? Wenn ich mir heute die 25-jährigen anschaue, sehe ich Typen, die mit Hosen in den Kniekehlen, aufgesetzter Kaputze und Bierflasche am Sonntagabend unseren Marktplatz verwüsten. Oder Atzen, die ihr Basecap nicht richtig aufsetzen können und immernoch denken, ein VoKuHiLa wäre hip… oder so. Oder junge Frauen, die keinen Job, keine Perspektive, aber ein Kind haben, weil sie einmal zu weit gegangen sind und jetzt nicht recht wissen, was zu tun ist. Ist das erwachsen?

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Allein unter vielen.

Ich fühle mich allein. Ich bin von Leuten umgeben. Jeder Menge Leuten. Doch Sie gehen an mir vorbei. Sie sind wie einsame Schatten, die sich ändern. Die kommen und gehen und sich wandeln, je nach Stand der Sonne. Ich werde allein bleiben. Niemand wird warten, wenn ich nach hause komme, niemand wird sich freuen, mich umarmen, mich küssen, mich fragen, wie mein Tag war. Oder meine Woche. Oder wie ich mich fühle. Allein und einsam werde ich meine Stunden fristen, werde meine Zeit verbringen, bis ich wieder losfahre. Allein, wie ich gekommen bin. Zwischen Schatten, transparenten Schemen, die mich ignorieren, wie ich Sie nicht kenne. Allein unter vielen. Ich vermisse es jetzt schon. Zu wissen, dass das zweite Bettdeck auf…

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Helden

Vor kurzem bin ich einmal mehr mit dem Zug von Rostock nach Neubrandenburg gefahren. Wer die Strecke kennt, der weiß, dass sie schrecklich ist und ständig unterbrochen, durch Schienenersatzverkehr ersetzt werden muss. So auch an diesem Tag. Es war einer dieser Tage, der so brütend heiß war und die Schienen hatten sich wohl irgendwie verbogen. Die Stimmung der Passagiere war entsprechend gereizt und jeder wollte wenigstens einen Sitzplatz bei der Hitze haben. So war es kein Wunder, dass jeder sofort aus dem Zug zum Bus stürzte, seinen Koffer in die Fahrradnische stellte und Platz nahm. Jene, die nicht so schnell sein konnten, sei es aus Altersgründen oder einfach, weil das Gepäck zu schwer war, hatten das Nachsehen.

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Diary

Ich habe Kopf. Hört sich lustiger an, als es ist. Denn ich habe einen Kopf. Klar. Und da haben wir auch schon mein Problem. Hätte ich den nicht, würden mir wohl nicht so viele Gedanken durch selbigen gehen. Wie auch. Trotzdem habe ich Kopf. Und mit ihm auch Kopfschmerzen. Wegen der Probleme, die mir drin rumschwirren. Wegen des Zwistes, den Kopf und Herz haben. Sind die Probleme eigentlich die Ursache für meine Gedanken oder die Gedanken die Ursache für meine Probleme? Wenn ich das wüsste, könnte ich versuchen, etwas dagegen zu tun. Aber so… bleibt mir lediglich, herumzusitzen und Kopf zu haben. Oder eben Kopfschmerzen. Und mein Herz? Es zerspringt, zerreißt und explodiert vor Schmerz. Wenn das Herz weg ist,…

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Nur ein Mensch…

Dieser Text ist völlig frei aus dem Bauch heraus geschrieben. Er legt keinerlei Wert auf Form und/oder Ausdruck und wird auch nicht noch einmal liegen gelassen um ihn anschließend zu überarbeiten. Er entsteht aus einer Laune. Einer Laune, die ich schon lange in mir trage; tragen werde. Nichts desto trotz tut es gut, hin und wieder auf diesem Wege etwa davon heraus zu lassen. Ich bin ein Mensch, der… nein. Anders. Ich bin ein Mensch. So ist es richtig. Fange ich damit an, was ich bin und komme so vielleicht auf die richtigen Trichter, warum ich so bin. Nun, ich bin also ein Mensch. Und es liegt, das ist allgemeinhin gültig, in der Natur des Menschen, nicht immer korrekt zu…

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…denn ich bin BATMAN!

Batman ist einer meiner Lieblings-Superhelden. Als kleiner Junge habe ich die 60er-Jahre-Serie gesehen, als etwas älterer Junge die DC-Zeichentrickserie am Sonntag Morgen auf RTL, heute mag ich alle Filme, die nicht von Joel Schumacher gemacht wurden und das aktuelle Spiel „Arkham Asylum“ gehört zu meinen persönlichen Spiel-Höhepunkten des Jahres 2009. Warum ich ihn so mag? Nun ja, ich sage es mal, wie Dietmar Dath: „Batman ist so wie wir, nur besser.“ Es steckt in jedem von uns ein Batman. Als ich vor ein paar Tagen morgens aufstand und zum Waschbecken ging, schaute ich in den Spiegel und in mein müdes Gesicht. Ich sah die tiefen Augenringe, meine blauen, müden Augen, meine blonden Haare, die zerstrubbelt in alle Richtugen standen. Dann…

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Schwarz-Weiß

Geht irgendwo die Sonne unter, geht sie anderswo auf. Das ist das ewige Schwarz und Weiß des Lebens. Das Ying und Yang quasi. Es ist schon erstaunlich, wie sich dieses Schema ständig fortsetzt und zeigt. Alles ist im ständigen Gleichgewicht. Selbst dann, wenn es uns oft nicht so vorkommt. Aber hält man es sich vor Augen beruhigt es irgendwie. Vielleicht ist die vermeidliche Katastrophe doch nicht so groß, wie man vorher dachte? Jede neue Situation – ob durch Positives oder Negatives hervorgerufen – eröffnet ganz neue Wege und Möglichkeiten. Jede Entscheidung, die wir treffen, ist  die Chance auf etwas Neues; egal, ob sie im Moment wie eine falsche Entscheidung aussieht. Ich schätze, wirklich falsch ist im Leben – objektiv betrachtet…

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