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Category Archives: Lyrik

Zu Ende

Zu Ende
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Zu Ende.
Das Spiel ist vorbei.
Keine neue Runde,
keine neue Chance.

Bis hier hin ging’s
und ab hier geht’s
auch nicht weiter.

Es ist vorbei.
Kein Kämpfen mehr,
keine Qualen.

Ruhe.
Endlich.
Ende.
Ist auch immer ein Anfang.

 

Posted by on 11. März 2009 in Lyrik

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Des nachts

Es ist dieses Gefühl, sich nachts im Bett auf die Seite zu drehen und jemanden zu spüren. Der langsame und friedliche Atem, der ein wenig länger ausatmet, wenn man seinen eigenen Arm um die Person legt, als würde sie es bemerken, dass da jemand ist, der sie liebt, obwohl sie schläft.
Dieser Moment, in dem alles so wunderbar erscheint, alles so ruhig, friedlich unantastbar; unendlich ist es, wenn jemand nachts neben einem liegt und langsam und dicht neben Dir atmet. So ruhig. So wunderbar friedlich.
Es ist das Gefühl, das man hat, wenn diese Person seinen Arm um einen legt und Dir mehr im Schlaf, als wach einen Kuss auf die Wange gibt um eine Sekunde später wieder fest zu schlafen. Aber auch das Gefühl, selbst seinen Arm um diese Person legen zu können und zu spüren, wie sie noch näher rückt. Der Moment, in dem man sich an jemanden schmiegen kann, wenn man das Gefühl hat, man liege zu weit von einander entfernt.
Aber es ist auch der Moment, in dem man allein im Bett liegt und nicht schlafen kann, weil einem der leise Atem, die sanfte Körperwärme, die ruhigen Bewegungen und die liebevolle Nähe der Zweisamkeit fehlt. Dieses Gefühl, wenn man spürt, dass nachts jemand neben einem atmen sollte, weil etwas fehlt.
Jeder dieser Momente und jede damit verbundene Emotion. Jeder Kuss, jede Berührung, aber auch jedes Fehlen davon und der Druck auf dem Herzen deshalb.
Das ist Liebe.

 

Posted by on 26. Mai 2008 in Lyrik

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Tränen

Es war Nacht. Kalt. Stürmisch. Und nass. Doch das hielt ihn nicht auf. Ein Feuer, heißer, als ein Vulkan und ewiger, als die Hölle brannte in ihm.
Unter seinem Fuß gab das alte Moos nach; ein paar Zweige knackten.
Dann sah er sie. Und er spürte, wie sich die Sehnsucht, die so riesig war, ihn bedrückt hatte.; wie eine Last von ihm abfiel, die er so nie zuvor gespürt hatte.
Er ging auf sie zu und sie lächelte ihn an. Wartete auf ihn und empfing ihn mit
einer Umarmung, die erlösend für beide war.
Er streichelte ihr Haar und küsste sie auf die Stirn. Dann fing sie an zu weinen
und er wollte ihr Tränen wegküssen. Doch nun weinte auch er. Sie küsste ihm
eine Träne von der Nasenspitze. Und wieder umarmten sie sich so voller Liebe.
Niemand würde ihm diesen Moment nehmen können. Nicht in seinem Leben.
Sie küssten sich. Das Feuer flammte auf und war heißer denn je.
Er unterdrückte ein Schluchzen. Sie zog ihn näher an sich und er roch ihren
wunderbaren Duft. Keine Rosen könnten es mit ihr aufnehmen. Sie war so
schön.
Sie lächelte. Er weinte.
Er schaute auf ihr Grab und wischte sich eine Träne vom Kinn, die ihn kitzelte,
als würde er dort sanft geküsst. Und ein Lächeln auf seinem Gesicht kam zum Vorschein. Ein schweres Lächeln. Doch eines von Herzen.
Sein Herz weinte. Sein Atem war schwer. Und die Tränen fielen von seinem
Gesicht.
Dann verließ er den Friedhof und kam nie zurück.

 

Posted by on 5. September 2007 in Lyrik

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