Allgemein, Gedankenseiten

Angst.

Zugegeben: Im Teufel an die Wand malen bin ich verdammt gut. Ich male den Herrn so detailliert, dass er vor sich selbst schrecken würde. Aber von vorn:

Essay, Gedankenseiten

Held, oder…?

Gundelfingen, 22. August 2011, 1:52 Herrgott! Ist es schon wieder spät. Oder früh. Wie man es sehen möchte. Ich bin hundemüde. Seit Stunden. Und trotzdem wälze ich mich hin und her. Vielleicht liegt es an der Wärme hier im Breisgau. Vielleicht liegt es am neuen Leben, das nun schon drei Wochen andauert. Vielleicht daran, dass sich morgen entscheidet, wie mein neues Leben weiter läuft. Ich weiß es nicht. Und eigentlich ist es mir auch egal. Denn ich bin wach. Und kann nicht schlafen. Das zählt.

Gedankenseiten, Lyrik

[Lyrik] Zeit für!

Es ist Zeit. Es ist so weit! Seid bereit! Geht hinaus, tut euer Werk Tut, was ihr müsst, tut was getan werden muss. Geht aus dem Haus, atmet die Luft. Riecht den Duft von frischem Regen, Gras, Wind, Lieferverkehr. Geht hinaus! Jeder. Alle. Mit dem, was er kann, hat; will; muss! Tut euer Werk. Denn es muss getan werden. „Wer, wenn nicht wir; wo, wenn nicht hier?“ Wann, wenn nicht jetzt? Denn es ist Zeit. Zeit für Helden.

Gedankenseiten, Gedankensprünge

Gedankensprung VI – Wir

„Meine Damen und Herren, wir haben unser Ziel erreicht und wünschen Ihnen noch eine schönen Tag.“ So oder so ähnlich wurde ich gerade erst von meinen Flugbegleiterinnen des Fluges 4633 verabschiedet und wieder auf festen Boden entlassen. Ich habe definitv keine Flugangst. Hatte ich noch nie. Im Gegenteil – ich genieße die Flüge, die Landungen und die Aufstiege. Und trotzdem. Dieser eine kleine Moment, wenn man aus dem Fenster schaut und schon einzelne Details erkennt, wenn man die Höhe schon auf 200 – 500 Meter schätzen kann, dann ist einem dennoch etwas mulmig zumute. Egal, wie gern man fliegt. Man legt sein Leben schon beim Start des Fliegers in die Hände der Crew, aber hier wird es einem direkt vor…

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Gedankenseiten, Gedankensprünge

Gedankensprung V – Probleme

Es ist noch gar nicht lang her, da hat mir eine für mich gute Freundin den Kopf gewaschen. Im übertragenen Sinne. Der Grund dafür ist nebensächlich. Fakt ist, dass ich gewisse Versäumnisse mit einer Aufzählung meiner aktuellen Probleme und Problemchen begründen wollte. Sie endete ihre „Ansprache“ an mich mir dem Satz „Probleme haben wir alle.“ Das brachte mich zum Nachdenken. Mir fiel auf, dass ich sie nicht einmal gefragt hatte, wie es ihr geht. Und da sie am anderen Ende Deutschlands wohnt, sehe ich sie so gut, wie nie. Ich war – mal wieder – nur auf mich fixiert. Auf meine Probleme. Auf meine Weh-weh-chen. Probleme haben wir alle. Ja. Offensichtliche, wie auch nicht sichtbare. Einige Probleme behalten wir alle…

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Gedankenseiten, Gedankensprünge

Gedankensprung IV – Weil Du weißt.

Ein Mensch, der Dir gut tut. Jemand, der Dein Leben umkrempelt, Dein Sein total verändert. Eine Person, die Du nach wenigen Stunden schon vermisst, als seien es Wochen. Jemand, dessen Worte Dich bewegen, Dein Herz treffen und dieses gewisse Kribbeln auslösen. Zweisamkeit, die Du über tausend Kilometer erlebst. Verständnis, das nach kürzester Zeit da ist. Zuneidung, die so pur ist, wie das satte Grün einer Wiese im Sommer. Lachen, das ehrlich ist. Wie auch die Geständnisse und Wahrheiten. Keine Geheimnisse. Die volle Hingabe. Alle eigenen Zweifel beiseite geschoben. Denen von allen anderen zum Trotz. Jeder anderen Meinung zum Trotz. Jeder Rationalität, jeder Argumentation, jeder Unwissenheit entgegen. Völlig egal. Denn Du weißt. Denn es ist keine Frage von Zeit, keine Frage…

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Gedankenseiten, Gedankensprünge

Gedankensprung III – Der Weg von Wind und Regen

Ich gehe die leere Straße entlang. Wieder einmal. Doch nicht allein. Wind und Regen begleiten mich. Der Wind tobt durch die Blätter der Bäume, der Regen prasselt auf die Straße vor mir, auf mich, auf die parkenden Autos am Straßenrand. Kein Mensch ist zu sehen. Die Straßen wirken wie ausgestorben. Kein Wunder bei dem trostlosen Licht und den tief hängenden, grauen Wolken über mir und meinen beiden Gefährten. Wind und Regen. Sie waren immer da. Sind keine Freunde, aber ständige Begleiter. Wollten mir nie etwas schlechtes, aber gaben mir auch nicht immer Gutes. Ich bleibe stehen. Atme tief ein. Und wieder aus. Meine Brust hebt und senkt sich. Ich rieche den Duft von nassem Gras; spüre, wie die Kraft des Windes…

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Gedankensprünge

Gedankensprung II – Sometimes they need someone

Alles um Dich herum zieht vorbei. Du bleibst stehen. Willst nicht mehr. Kannst nicht mehr. Resignierst. Du lässt es einfach sein; nimmst nicht mehr teil an dem Geschehen um Dich. Du willst allein sein und schottest Dich ab. Der Druck ist zu hoch. Die Last zu schwer. Bist Deinen eigenen Gedanken einfach ausgeliefert, ohnmächtig irgendetwas zu tun. Zu unmotiviert, um irgendetwas zu tun. Siehst vor Dich hin. Siehst ein, dass Du verloren hast und lässt das Ende einfach auf Dich zukommen. Doch dann scheint es plötzlich, dass Du gebraucht wirst. Und raffst Dich wieder auf. Und hilfst, wo Deine Hilfe gebraucht wird. Ohne einen Gedanken an Konsequenzen. Oder an Dich.

Gedankenseiten, Gedankensprünge

Gedankensprung I

Krawatte richten, Hemd glätten. Die Uhr an den Arm geschnallt, das Jackett übergestreift. Noch einmal in den Spiegel geschaut. Das smarte Lächeln aufgesetzt. Und nur Deine Augen verraten, was wirklich in Dir vor geht. Für jene, die es sehen und verstehen können. Same business as always: The show must go on.

Gedankenseiten, Zusatzseiten

Unter'm Nachthimmel

Es ist tiefe Nacht. Und ich kann einmal mehr nicht schlafen. Gedankenschwanger ziehe ich alle paar Minuten durch die Wohnung. Alles hier schläft. Irgendwie. Der Tee neben meinem Bett ist mittlerweile eiskalt. Schnee hat sich an meinem Fenster gesammelt. Bis vor ein paar Stunden hat es heftig geschneit. Jetzt ist der Himmel klar. Ich ziehe mir etwas über und gehe auf den Balkon. Ich fege mit der Hand eine Schneewehe vom Stuhl, der hier immer steht und setze mich. Die frische und kalte Luft umfängt mich; ich atme tief ein. Ich höre die Stille. Kein Auto fährt mehr und jedes andere Geräusch wird scheinbar vom Schnee verschluckt. Ich mag den Winter nicht. Die Kälte nicht und auch nicht den Schnee.…

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