Gedangänge

[Gedankensprung] Vergangenes

Man sagt ja, man solle nicht zurück, sondern stets nach vorn schauen. Man solle im Hier und Jetzt leben und versuchen die Zukunftzu ändern, weil die Vergangenheit unbeweglich und starr ist. Ich denke, das sollte man nicht tun. Warum lernen wir in der schule Geschichte? Warum Religion? Weil es wichtig ist, die Vergangenheit zu be(ob)achten. Um aus ihr zu lernen. Ich habe vieles in der Vergangnehit so falsch gemacht. Vieles verhunzt. Und werde es wohl zukünftig auch tun. Nichts davon kann ich ungeschehen machen, nichts ungesagt. Aber ich kann daraus lernen. Ich kann verstehen und beurteilen. Ich kann in der Zukunft einiges davon besser machen. Wir sollten uns nicht von der Vergangenheit abwenden und sie versuchen zu vergessen oder zu…

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Gedangänge

Kalter Kaffee

Ich wache auf. Wieder einmal. Völlig orientierungslos schaue ich mich um. Irgendetwas habe ich geträumt. Keine Ahnung was. Etwas von der Vergangenheit. Von besseren Tagen – das weiß ich noch. Details sind mir nicht geblieben. Ich setze mich auf; schaue vom Bett aus aus dem Fenster. Es ist noch fast völlig dunkel draußen. Nur wenn man genau hinsieht, erkennt man schon den Hauch des Sonnenaufgangs. Kalt, rosa, erfrischend, neu. Ein paar Vögel zwitschern schon, doch zum größten Teil ist es noch still da draußen. Ich schaue auf die Uhr. Halb 4. Irgendwas an meinem Traum hat mich berührt. Tief im Innern. Auf eine Weise, die weh tut, weil sie schön ist… nein… weil sie schön war. Es war etwas aus…

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„Chris, wie gehts den Augen?“

Die meisten Leser hier wissen, dass ich so einige Probleme mit meinen Äuglein habe. Für alle anderen die Kurfassung: Seit Dezember 2011 habe ich die Diagnose der Diabetischen Retinopathie. Kurz gesagt heißt das, dass durch Einblutungen und daraus folgende Neubildungen von Adern im Auge, die Netzhaut abgelöst und das Sichtfeld zunehmend verschlechtert wird. Bis hin zu Blindheit. Ja – ich werde also blind. Das ist sicher. Nicht sicher hingegen ist, WANN das passieren wird. Man gab mit zwischen zwei und fünf Jahren, wobei ich angesichts der rapiden Verschlechterung meiner Sehfähigkeit innerhalb der letzten 8 Monate eher denke, dass ich zu Weihnachten 2013 nicht mehr, als Licht und Schatten sehen werden kann. Mit Glück.

Allgemein, Gedangänge

Angst.

Zugegeben: Im Teufel an die Wand malen bin ich verdammt gut. Ich male den Herrn so detailliert, dass er vor sich selbst schrecken würde. Aber von vorn:

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Held, oder…?

Gundelfingen, 22. August 2011, 1:52 Herrgott! Ist es schon wieder spät. Oder früh. Wie man es sehen möchte. Ich bin hundemüde. Seit Stunden. Und trotzdem wälze ich mich hin und her. Vielleicht liegt es an der Wärme hier im Breisgau. Vielleicht liegt es am neuen Leben, das nun schon drei Wochen andauert. Vielleicht daran, dass sich morgen entscheidet, wie mein neues Leben weiter läuft. Ich weiß es nicht. Und eigentlich ist es mir auch egal. Denn ich bin wach. Und kann nicht schlafen. Das zählt.

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[Lyrik] Zeit für!

Es ist Zeit. Es ist so weit! Seid bereit! Geht hinaus, tut euer Werk Tut, was ihr müsst, tut was getan werden muss. Geht aus dem Haus, atmet die Luft. Riecht den Duft von frischem Regen, Gras, Wind, Lieferverkehr. Geht hinaus! Jeder. Alle. Mit dem, was er kann, hat; will; muss! Tut euer Werk. Denn es muss getan werden. „Wer, wenn nicht wir; wo, wenn nicht hier?“ Wann, wenn nicht jetzt? Denn es ist Zeit. Zeit für Helden.

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Gedankensprung VI – Wir

„Meine Damen und Herren, wir haben unser Ziel erreicht und wünschen Ihnen noch eine schönen Tag.“ So oder so ähnlich wurde ich gerade erst von meinen Flugbegleiterinnen des Fluges 4633 verabschiedet und wieder auf festen Boden entlassen. Ich habe definitv keine Flugangst. Hatte ich noch nie. Im Gegenteil – ich genieße die Flüge, die Landungen und die Aufstiege. Und trotzdem. Dieser eine kleine Moment, wenn man aus dem Fenster schaut und schon einzelne Details erkennt, wenn man die Höhe schon auf 200 – 500 Meter schätzen kann, dann ist einem dennoch etwas mulmig zumute. Egal, wie gern man fliegt. Man legt sein Leben schon beim Start des Fliegers in die Hände der Crew, aber hier wird es einem direkt vor…

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Gedankensprung V – Probleme

Es ist noch gar nicht lang her, da hat mir eine für mich gute Freundin den Kopf gewaschen. Im übertragenen Sinne. Der Grund dafür ist nebensächlich. Fakt ist, dass ich gewisse Versäumnisse mit einer Aufzählung meiner aktuellen Probleme und Problemchen begründen wollte. Sie endete ihre „Ansprache“ an mich mir dem Satz „Probleme haben wir alle.“ Das brachte mich zum Nachdenken. Mir fiel auf, dass ich sie nicht einmal gefragt hatte, wie es ihr geht. Und da sie am anderen Ende Deutschlands wohnt, sehe ich sie so gut, wie nie. Ich war – mal wieder – nur auf mich fixiert. Auf meine Probleme. Auf meine Weh-weh-chen. Probleme haben wir alle. Ja. Offensichtliche, wie auch nicht sichtbare. Einige Probleme behalten wir alle…

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Gedankensprung IV – Weil Du weißt.

Ein Mensch, der Dir gut tut. Jemand, der Dein Leben umkrempelt, Dein Sein total verändert. Eine Person, die Du nach wenigen Stunden schon vermisst, als seien es Wochen. Jemand, dessen Worte Dich bewegen, Dein Herz treffen und dieses gewisse Kribbeln auslösen. Zweisamkeit, die Du über tausend Kilometer erlebst. Verständnis, das nach kürzester Zeit da ist. Zuneidung, die so pur ist, wie das satte Grün einer Wiese im Sommer. Lachen, das ehrlich ist. Wie auch die Geständnisse und Wahrheiten. Keine Geheimnisse. Die volle Hingabe. Alle eigenen Zweifel beiseite geschoben. Denen von allen anderen zum Trotz. Jeder anderen Meinung zum Trotz. Jeder Rationalität, jeder Argumentation, jeder Unwissenheit entgegen. Völlig egal. Denn Du weißt. Denn es ist keine Frage von Zeit, keine Frage…

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Gedangänge

Gedankensprung III – Der Weg von Wind und Regen

Ich gehe die leere Straße entlang. Wieder einmal. Doch nicht allein. Wind und Regen begleiten mich. Der Wind tobt durch die Blätter der Bäume, der Regen prasselt auf die Straße vor mir, auf mich, auf die parkenden Autos am Straßenrand. Kein Mensch ist zu sehen. Die Straßen wirken wie ausgestorben. Kein Wunder bei dem trostlosen Licht und den tief hängenden, grauen Wolken über mir und meinen beiden Gefährten. Wind und Regen. Sie waren immer da. Sind keine Freunde, aber ständige Begleiter. Wollten mir nie etwas schlechtes, aber gaben mir auch nicht immer Gutes. Ich bleibe stehen. Atme tief ein. Und wieder aus. Meine Brust hebt und senkt sich. Ich rieche den Duft von nassem Gras; spüre, wie die Kraft des Windes…

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