Lyrik

Tränen

Es war Nacht. Kalt. Stürmisch. Und nass. Doch das hielt ihn nicht auf. Ein Feuer, heißer, als ein Vulkan und ewiger, als die Hölle brannte in ihm. Unter seinem Fuß gab das alte Moos nach; ein paar Zweige knackten. Dann sah er sie. Und er spürte, wie sich die Sehnsucht, die so riesig war, ihn bedrückt hatte.; wie eine Last von ihm abfiel, die er so nie zuvor gespürt hatte. Er ging auf sie zu und sie lächelte ihn an. Wartete auf ihn und empfing ihn mit einer Umarmung, die erlösend für beide war. Er streichelte ihr Haar und küsste sie auf die Stirn. Dann fing sie an zu weinen und er wollte ihr Tränen wegküssen. Doch nun weinte auch…

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Von Tee und Blockaden

Neubrandenburg, 12.August 2007, 01:33 Ich liege hellwach im Bett und starre an die, wegen der Dunkelheit, nicht zusehende Decke über mir. Ich kann nicht schlafen. Ganz im Gegenteil – ich war nie wacher in den letzten Tagen. Meine Finger kribbeln; meine Adern pochen vor Anspannung; mein Hirn schlägt Purzelbäume. Purzelbäume deshalb, weil es nicht weiterkommt. Ich habe eine Schreibblockade… Dabei habe ich in letzter Zeit so viel erlebt, so viel gesehen und noch viel mehr gedacht. Doch es half alles nicht. Setzte ich mich an den PC oder mit einem Stift vor einen Block, so konnte ich gerade einmal ein paar Zeilen zu Papier bringen, die ich zudem nach 5 Minuten auch wieder verwarf.

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Der alltägliche Weltuntergang

Freitag, 13. Januar 2007, 05:26, Neubrandenburg Ich wache auf. Das ist ungewöhnlich, denn es ist früh und dabei habe ich doch eine Stunde Ausfall. Irgendwie habe ich schlecht geschlafen. An einschlafen ist nicht mehr zu denken. Also schalte ich den Fernseher an. ARD. Nüchtern und sachlich begrüßt mich der Nachrichtensprecher mit einem „Guten Morgen“ und zeigt mir in den folgenden 20 Minuten, dass es keiner ist. Irgendwo im nahen Osten hat sich wieder ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und Frauen und Kinder mit sich gerissen. Ein Trucker ist am Steuer eingeschlafen und hat einen Schulbus mitgenommen. Britney Spears hat einen Neuen. Ich schalte weiter. Kyrill hat überall ordentlich gewütet. All zu viel mitbekommen habe ich davon allerdings nichts. Wahrscheinlich…

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Der Geldsauger

Freitag, 02.02.07, 00:32. Neubrandenburg. Ich liege völlig gelangweilt in meinem Bett und schaue fern. Im Internet nichts los (Ich fühle mich und meinen Blog momentan ziemlich ignoriert…), PC spielen macht keine Laune und im TV… dasselbe. Und schlafen geht auch nicht. Schließlich sind jetzt Ferien und die muss man bis zum Schluss voll auskosten. Zap…Zap…Zap…Moment! Da war doch was. Ja! QVC – der wohl beste, größte, einschläfernste und bekloppteste Verkaufssender der Welt bietet mir gerade offenkundig einen niegelnagelneuen Staubsauger an, der so groß ist, dass ich mich frage, wo da das Benzin rein kommt.

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Es weihnachtet sehr

Neubrandenburg, 22.12.2006, 12:31 Ja, es ist kurz vor Heilig Abend und langsam aber sicher habe ich mich nicht nur an die Hellen Lichter halb eins nachts draußen gewöhnt, sondern komme so langsam aber sicher auch in Weihnachtsstimmung. Räuchermännchen werden angemacht, Kerzen angezündet und ein schnulziger Weihnachtssong nach dem anderen läuft bei MTV, VIVA, VIVA 2 etc. etc. im Fernsehen. Weihnachten ist schön. Alles ist ruhig, alles entspannt und irgendwie freut man sich, mal mit der ganzen Familie und seinen Lieben zusammen sein zu können… bis man an die Geschenke denkt und auf den Kalender schaut. 22.12. – schon verdammt spät! Aber immer noch 24 Stunden früher als 85% aller anderen Männer in Deutschland. Also Rucksack geschultert und aufs Fahrrad geschwungen;…

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Sie kommen!

Freitag, 01.12.2006, 01:12, Neubrandenburg. Ich wache schweißgebadet auf. Irgendetwas hat meine Träume zu Alpträumen gemacht, irgendetwas hat mich geweckt. Ich schaue zur Tür. Seltsame, bunte Lichter scheinen durch den Türschlitz. Mir bricht der kalte Schweiß aus. Da ich mir gerade „Prey“ zugelegt habe, weiß ich, was passiert. Sie kommen!

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Ideale Ideale

Vor kurzem auf meine Nach-Hause-Weg in einer Freistunde: Ich stand an einer roten Ampel und schaute so auf das Treiben auf der Straße vor mir. Plötzlich fiel mir etwas ins Auge. Etwas ziemlich seltsames. Fährt da doch ein älterer Herr auf der dreispurigen Straße, mit dem Fahrrad, in der Mitte der mittleren Spur. Na ja… mag sein, dass er schon länger Rad fährt als ich, allerdings habe ich das anders gelernt, zumal er nicht abbog. Aber das war gar nicht so das, was mich zum Grübeln brachte, nein es war die Tatsache, dass neben mir ein etwa vierjähriger Junge mit seiner Oma stand und das ganze beobachten durfte. Stand? Nein! Er ging! Ist die alte Dame doch wirklich mit ihrem…

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