Gedankenseiten, Gedankensprünge

Gedankensprung III – Der Weg von Wind und Regen

Ich gehe die leere Straße entlang. Wieder einmal.
Doch nicht allein. Wind und Regen begleiten mich. Der Wind tobt durch die Blätter der Bäume, der Regen prasselt auf die Straße vor mir, auf mich, auf die parkenden Autos am Straßenrand.
Kein Mensch ist zu sehen. Die Straßen wirken wie ausgestorben. Kein Wunder bei dem trostlosen Licht und den tief hängenden, grauen Wolken über mir und meinen beiden Gefährten.
Wind und Regen. Sie waren immer da. Sind keine Freunde, aber ständige Begleiter. Wollten mir nie etwas schlechtes, aber gaben mir auch nicht immer Gutes.
Ich bleibe stehen. Atme tief ein. Und wieder aus. Meine Brust hebt und senkt sich. Ich rieche den Duft von nassem Gras; spüre, wie die Kraft des Windes in meiner Nase kribbelt.

Dann wird der Regen weniger. Auch der Wind lässt etwas nach. Ich öffne die Augen.
Wie ein letzter Wink weht der Wind noch etwas Regen in mein Gesicht. Dann nichts mehr.
Die Wolkendecke bricht auf.
Und Sonne scheint mir ins Gesicht.

Danke.

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