Gedangänge

Fluss

Nur ein Gefühl. Nur ein Gedanke. Nur ein flüchtiges Streben ohne Wiederkehr. Dein Kopf ist leer. Deine Füße kühl. Gedanken ohne Leben. Denn ein Fluss fließt durch Dich. Ein Fluss fließt durch mich. Reißt alles hinfort, was bisher war; Reißt es fort und es ist nicht mehr da. Nimmt es mit sich, nimmt es fort. Nimmt’s an einen weit entfernten, schöneren Ort. Schwer fällt mein Kopf auf den Sand. Ich will nicht mehr, weil ich nicht mehr kann. Leblos fällt mein Ich von mir ab. Mein Geist fliegt gen Himmel, lässt den Körper hinter sich; lässt vom Irdischen endlich ab. Denn ein Fluss fließt durch mich. Ein Fluss fließt durch Dich. Reißt alles hinfort, was bisher war; Reißt alles fort…

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Gedangänge

Wege durch die Nacht

Wege durch die Nacht Allein gelassen und vergessen stehe ich und schau dich an. Die letzten Tränen war’n die letzten nur schwerlich komme ich voran. Ohne Willen, ohne Zweck, lässt sich alles schwerlich tun. Ich habe Hoffnung, doch schieb‘ sie weg und lasse mich selbst nicht ruh’n. Beschwerlich mach‘ ich meine Wege durchs Gestrupp und Gezweig des Lebens Auch wenn ich viele Zweifel hege, weiß ich, es ist nicht vergebens. Allein gelassen geh ich voran mit dir auf meinem Weg vorn an.

Gedangänge

Mein Fall

Ich habe gerade eine kleinen Fund gemacht, der da ältere Texte von mir sind. Einige davon möchte ich in nächster Zeit veröffentlichen. Hier der erste davon… Montag, 12. Juni 2007, Neubrandenburg, 00:36 Normalerweise komme ich auf meine Ideen für Blogs, während ich fernsehe oder durch die Welt um mich herum gehe und beobachte. Doch jetzt hat mich der Zufall, das Schicksal oder nennt es, wie ihr wollt, in eine ganz andere Gegend geschickt, um meinen neuen Blog zu schreiben: einen Traum. Der Traum, von dem ich nun berichte war für mich kein schöner, jedoch auch kein schrecklicher. Der Traum, von dem ich nun berichte, wird sicher dem ein oder anderem ziemlich blöde vorkommen und doch hat er mehr mein Denken…

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Gedangänge

Zufall

Ich glaube im Gegensatz zu mach and’rem, dass wir weniger von Gott geschaffen, denn ich glaube, dass allemann sind, was jeder einzeln kann. Klar gesprochen heißt das dann, dass wir selbst uns selbst geschaffen. Uns selbst, uns’re Welt, Freude, Waffen… Die uns’re Existenz, wer richtig hinschaut, erkennt’s, ist nur ein großer Zufall. Staub, Schleim und Erde kamen glücklicherweise so zusammen, dass draus der Mensch dann werde. Letztendlich dann widerten wir uns selber an und dann suchten wir eine Ausrede und erfanden Gott, dass er uns nach dem Leben eben Erlösung gebe. Doch Gott sind wir selbst, nur eben nicht allein. Drum sollten wir in unserem Denken manchmal etwas göttlicher Sein. Doch Zufall, Blasphemie oder Antipathie hin und her. Einzig sichrer…

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Gedangänge

Nur ein Mensch…

Dieser Text ist völlig frei aus dem Bauch heraus geschrieben. Er legt keinerlei Wert auf Form und/oder Ausdruck und wird auch nicht noch einmal liegen gelassen um ihn anschließend zu überarbeiten. Er entsteht aus einer Laune. Einer Laune, die ich schon lange in mir trage; tragen werde. Nichts desto trotz tut es gut, hin und wieder auf diesem Wege etwa davon heraus zu lassen. Ich bin ein Mensch, der… nein. Anders. Ich bin ein Mensch. So ist es richtig. Fange ich damit an, was ich bin und komme so vielleicht auf die richtigen Trichter, warum ich so bin. Nun, ich bin also ein Mensch. Und es liegt, das ist allgemeinhin gültig, in der Natur des Menschen, nicht immer korrekt zu…

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Zusatzseiten

Winterdienst

Montag, 21. Dezember 2009, 10:22, Irgendwo in Neubrandenburg Das Telefon klingelt. Der Mann geht verschlafen, vom Bimmeln geweckt, ran: „Ja? Was gibt in dieser herrgotts Frühe?“ Am anderen Ende der Leitung ist die fast schon panische Stimme eines jungen Mannes zu hören: „Sir… es ist passiert. Es hat geschneit.“ Blitzartig wird der Mann wach. „Was!? Wie konnte nur… großer Gott. Krisensitzung.“ „Wann, Sir?“ Der Mann schaut auf die Uhr: 10:25 – eigentlich noch ziemlich früh. „Nun… geschneit hat es nun schon – da können wir nichts mehr dran ändern. Sagen wir gegen 12.“ „Gegen 12, Sir. Alles klar. Ich werde die anderen benachrichtigen.“ „Tun Sie das, Bob. Tun Sie das.“ Der Mann legt sich noch mal hin. 11:58, Zentrale des…

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Gedangänge

Schwarz-Weiß

Geht irgendwo die Sonne unter, geht sie anderswo auf. Das ist das ewige Schwarz und Weiß des Lebens. Das Ying und Yang quasi. Es ist schon erstaunlich, wie sich dieses Schema ständig fortsetzt und zeigt. Alles ist im ständigen Gleichgewicht. Selbst dann, wenn es uns oft nicht so vorkommt. Aber hält man es sich vor Augen beruhigt es irgendwie. Vielleicht ist die vermeidliche Katastrophe doch nicht so groß, wie man vorher dachte? Jede neue Situation – ob durch Positives oder Negatives hervorgerufen – eröffnet ganz neue Wege und Möglichkeiten. Jede Entscheidung, die wir treffen, ist  die Chance auf etwas Neues; egal, ob sie im Moment wie eine falsche Entscheidung aussieht. Ich schätze, wirklich falsch ist im Leben – objektiv betrachtet…

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Gedangänge

Lübeck

Als der Wecker klingelte, war ich bereits wach. Ich starrte an die Decke. Lübeck. Ich war eigentlich unfreiwillig hier geblieben. Und jetzt, wo ich eine Nacht hier war, merkte ich, wie sehr es mir fehlen würde. Ich schloss noch einmal meine müden Augen und atmete tief ein. Ich roch den Geruch des alten Hauses, in dem ich ein Jahr gewohnt hatte. Ich sah, wie ich hier zwischen Kisten gelebt hatte, wie ich zu ersten Mal hier im Bett lag und an dieselbe Decke starrte, mit nur einem Unterschied: Damals war ich am Einschlafen – heute bin ich am aufwachen. Dann stehe ich auf und mache mich fertig. Ich schaue mich in meiner Wohnung um und erhasche wieder den Eindruck, den…

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Gedangänge

Karten

„Du sagst, du hast dich verloren, Erkennst dich selbst nicht wieder, Als hättest du ein fremdes Leben gelebt. Musst irgendwohin, am besten alleine, Auch wenn es dir widerstrebt.  Du hast nachts I’m Traum plötzlich Visionen, Du zweifelst an deinem Verstand. Du sagst, du hast Angst, Du weißt nicht, wie es weitergeht, Und du bist ausgebrannt. “ (Farin Urlaub Racing Team, „Karten“)  

Gedangänge

Gedicht: Was wir müssen

Was wir müssen *************** Wie ist es, jemanden zu verlieren? Zu spüren, wie dort ein großes Loch entsteht. Ohnmächtig mit anzusehen, wie jemand von einem geht, zu sehen, wie ein Leben vergeht, und einfach daneben zu stehen. Es ist Qual. Es ist Schmerz. Es bricht einem das Herz. Nimmt einem jede Hoffung. Daneben zu stehen, nichts tun zu können, zuzusehen, und doch lächeln zu können. Weil es das letzte ist, was der andere sieht und ihm auf die Stirn zu küssen, ist das, was wir müssen.