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Tag Archives: gedanken

Ja-Wort

Lass mich Dein Netz und doppelter Boden sein;
Dein Auffangbecken;
Dein sicherer Hafen.
Lass mich Dir Geborgenheit geben
und Dich fest halten
und festhalten.

Lass mich Dir Glück eröffnen,
dein Sonnenschein am Morgen
und Mondlicht über dem See sein.

Ich gebe Dir,
was Du möchtest,
was Du brauchst,
was Du willst.
Wenn das, was Du willst
auch ich bin.

Doch du schweigst.

 

Posted by on 11. Juli 2014 in Lyrik

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Das gleiche Herz

Unsere Herzen schlagen im selben Rhythmus. So eine Herzfrequenz ist unverwechselbar und jeder von uns hat sie schon unzählige Male im Film gesehen.
Schaut man sich aber genauer an, wie das ganze aussieht, erkennt man in der Amplitude immer einen unterschied. Der Klang des Herzschlages ist gleich. Das verbindet uns Menschen. Im Innern sind wir alle gleich. Und dennoch verschieden. Legt man eine Amplitude über eine andere, erkennt man Ähnlichkeiten, aber keine Deckungsgleichheit. Allein der Zeitpunkt. Manchmal schlägt ein Herz schneller, manchmal langsamer. Und ginge man vom ersten Schlag aus, dann würde man sehen, dass bis zum letzten Schlag die meisten Herzen unterschiedlich schlagen. Ähnlich. Aber nicht kongruent.
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Posted by on 2. April 2013 in Gedankenseiten, Gedankensprünge

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Kalter Kaffee

Ich wache auf. Wieder einmal.
Völlig orientierungslos schaue ich mich um. Irgendetwas habe ich geträumt. Keine Ahnung was. Etwas von der Vergangenheit. Von besseren Tagen – das weiß ich noch. Details sind mir nicht geblieben.
Ich setze mich auf; schaue vom Bett aus aus dem Fenster. Es ist noch fast völlig dunkel draußen. Nur wenn man genau hinsieht, erkennt man schon den Hauch des Sonnenaufgangs. Kalt, rosa, erfrischend, neu. Ein paar Vögel zwitschern schon, doch zum größten Teil ist es noch still da draußen. Ich schaue auf die Uhr. Halb 4.

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Posted by on 7. August 2012 in Zusatzseiten

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Gedankensprung VI – Wir

„Meine Damen und Herren, wir haben unser Ziel erreicht und wünschen Ihnen noch eine schönen Tag.“ So oder so ähnlich wurde ich gerade erst von meinen Flugbegleiterinnen des Fluges 4633 verabschiedet und wieder auf festen Boden entlassen.

Ich habe definitv keine Flugangst. Hatte ich noch nie. Im Gegenteil – ich genieße die Flüge, die Landungen und die Aufstiege. Und trotzdem. Dieser eine kleine Moment, wenn man aus dem Fenster schaut und schon einzelne Details erkennt, wenn man die Höhe schon auf 200 – 500 Meter schätzen kann, dann ist einem dennoch etwas mulmig zumute. Egal, wie gern man fliegt. Man legt sein Leben schon beim Start des Fliegers in die Hände der Crew, aber hier wird es einem direkt vor die Nase gehalten. In fetten Buchstaben. Großbuchstaben. Mit blinkenden LEDs daran. Und Sounduntermalung…

Ich schweife ab.

Manchmal – ich weiß nicht, ob es der Druckausgleich ist, der sich auf mein Hirn schlagt, das Adrenalin oder einfach nur mein etwas komischer Geist, schweife ich bei Landungen weit ab und grüble. Während ich über die Häuser, Straßen, Seen, Autos und Menschen hinwegschieße und mich selbst doch nicht bewege, denke ich darüber nach, was wäre, wenn der Pilot wirklich nen schlechten Tag hätte. Einen ganz schlechten. Ganz, ganz. Und es wird mir bewusst, wie klein ich und jeder andere eigentlich ist. Ein ähnlicher Effekt, der sich einstellt, wenn man das Weltall beobachtet.
Eines wird einem schlagartig klar: Wir sind alle gleich. Egal, ob groß, klein, dick, dünn, blond, brunett, blaue augen oder braun-grün-blau-graue – stürzten wir ab, würde sich die Welt weiterdrehen. Einfach so. Wahrscheinlich würde sie es gar nicht wirklich mitbekommen. Heute abend sogar ihre Serie schauen.

Wir nehmen uns alle oft viel zu ernst. Viel zu wichtig. Es ist völlig Suppe, ob man nun ein Managergehalt in der höhe des Coca Cola-Vorstandes bekommt, oder nur einen Mindestlohn. Am Ende dreht sich die Welt trotzdem. Mit oder eben ohne uns.
Dessen sollten wir uns öfter bewusst werden. Nicht nur, wenn uns kurz der Arsch auf Grundeis geht, weil wir landen, obwohl wir 5 Minuten später trotzdem immer wieder cool, wie Bolle, mit Sonnenbrille und Jackett über den Flugplatz marschieren und alle unsere Handys checken, weil wir so „wichtig“ sind. Das sind wir nicht. Oder nur sehr bedingt. Nur im kleinen Rahmen.
Man halte sich einfach vor Augen, dass es im Endeffekt egal ist, was wir geschafft haben oder nicht. Wir sollten uns nicht vergleichen und uns besser oder schlechter finden. Wir sollten uns nicht auf Erfolg und Stellungen konzentrieren.
Sonder darauf, zu leben. Zu sein. Zu existieren. Hier und jetzt.
So gut, wie wir es fertig bringen. Um glücklich zu sein und es zu bleiben.
Dann ist es nämlich egal, wann die Welt stehen bleibt. Und am Ende zeugt dann das von wahrer Größe.

 

Was sind eigentlich „Gedankensprünge“?
Gedankensprünge sind kleine, knackige Texte von mir über Themen, die mir gerade spontan durch den Kopf gehen und die ich gern zu (virtuellem) Papier bringen möchte, um sie mit anderen zu teilen und zum Weiterdenken zu inspirieren.
Weil diese Gedanken eben sprunghaft kommen und in jede Richtung schweifen können, sind es eben „Gedankensprünge“.
Jeder, der gern mitdenken möchte oder ein Pro oder Contra parat hat, sei jederzeit herzlich zur Diskussion in den Comments – oder gern auch privat – eingeladen.

 

Posted by on 29. April 2011 in Gedankenseiten, Gedankensprünge

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Unter'm Nachthimmel

Es ist tiefe Nacht. Und ich kann einmal mehr nicht schlafen. Gedankenschwanger ziehe ich alle paar Minuten durch die Wohnung. Alles hier schläft. Irgendwie.
Der Tee neben meinem Bett ist mittlerweile eiskalt. Schnee hat sich an meinem Fenster gesammelt. Bis vor ein paar Stunden hat es heftig geschneit.
Jetzt ist der Himmel klar.
Ich ziehe mir etwas über und gehe auf den Balkon. Ich fege mit der Hand eine Schneewehe vom Stuhl, der hier immer steht und setze mich. Die frische und kalte Luft umfängt mich; ich atme tief ein.
Ich höre die Stille. Kein Auto fährt mehr und jedes andere Geräusch wird scheinbar vom Schnee verschluckt. Ich mag den Winter nicht. Die Kälte nicht und auch nicht den Schnee. Doch jetzt, in diesem Augenblick, bin ich fasziniert und hingerissen von der Stille, die er bringt. Lange Zeit fühlte ich nicht mehr diese Ruhe.
Ohne es zu bemerken habe ich die Augen geschlossen um diese perfekten Stille in dieser perfekten weißen Pracht zu lauschen. Nun öffne ich sie wieder. Und schau in den klaren Himmel. Ein paar Sterne sind zu sehen, doch die meisten werden vom gelblichen Laternenlicht überstrahlt. Doch der Mond strahlt sein kühlen, weißes Licht auf die Straße herab. Es ist Vollmond. Vielleicht ist das der Grund, warum ich nicht schlafen kann. Aber eigentlich glaube ich das nicht. So etwas habe ich – wenn ich ehrlich bin – eigentlich nie geglaubt. So bin ich halt.
Ich denke an sie.
Denkt sie auch noch an mich? Vielleicht wenn sie in den Nachthimmel sieht? Vielleicht schauen wir auch beide mal zur selben Zeit in den Himmel. Derselbe Himmel. Wir gehen unter demselben Himmel, sehen denselben Mond und atmen – im Prinzip – dieselbe Luft. Manchmal gehen wir dieselben Wege. Und der Romantiker in mir sagt, dass wir sogar manchmal noch dasselbe denken und fühlen.
Ein Band, das uns verbindet ob unserer Vergangenheit.
Ein Band, das wohl für alle Zeit bleibt, egal, ob Erinnerungen verblassen, Einrichtungen ausgetauscht oder Wohnorte gewechselt werden.
Und wieder ist es der Romantiker in mir, der sich häufig und sehr gut versteckt – ja – zurückgezgen hat, der sich weigert, dieses Band loszulassen. Ich lasse ihn seinen Willen. Weil ich mir sicher bin, dass ich die Gewissheit brauche, da draußen jemanden zu haben, mit dem ich verbunden bin. Wenigsten ein wenig. Und ohne, dass wir diese Verbindung miteinander teilen.

Schwer atme ich aus. Nebelig steigt mein Atem auf in Richtung Himmel. Es kribbelt in meiner Nase und ich wische mir eine Träne aus den Augen.
Ich habe einmal die These verfasst, dass wir alle nie schlechte oder gute Entscheidungen treffen, sondern lediglich, wie in einem Kartenspiel, Karten aufnehmen oder ablegen müssen.
Ich stehe auf und gehe wieder in die Wohnung. Die Balkontür ist beschlagen. Ich schließe sie.
In meinem leeren Zimmer lege ich mich in mein leeres Bett. Es ist nicht mehr nötig, dass es ausgeklappt ist. Doch trotzdem ließ ich es so.
Und während ich das Nachtlicht ausschalte, das ich mit ihr kaufte, drehe ich mich zur leeren Betthälfte und denke ein letztes Mal in dieser Nacht, aber nicht zum ersten Mal, dass ich diesmal wohl Karten aufnehmen musste.

 

 

Posted by on 23. Dezember 2010 in Gedankenseiten, Zusatzseiten

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Leer

Ich wache auf.
Orientierungslos schaue ich mich um und fasse auf die Bettseite neben mir. Mein ausgeklapptes Bett ist leer. Der Raum ist kalt.
Verschlafen drehe ich mich auf die andere Seite. Hier ist sie sicher.
Aber auch diese Seite des Bettes ist leer.
Langsam realisiere ich, dass das zweite Zudeck nicht angefasst wurde, sondern nach wie vor zusammengelegt auf der anderen Betthälfte liegt.
Ein flaues Gefühl stellt sich mir im Magen ein. Dieses Bettdeck ist leer und kalt. Und das war es auch schon als ich gestern Nacht ins Bett gegangen bin. Und auch, als ich Stunden später irgendwann wegdämmerte.
Die Wahrheit holt mich ein. Ich werde zurück in die Wirklichkeit gerissen.
Das Bett bleibt leer. Und kalt.
Benommen setze ich mich auf. Reibe mir die Augen. Aber mein Blick bleibt verschwommen. Ich weiß nicht genau, ob es Schlaf ist oder Tränen. Oder beides.
Mich fröstelt es. Die Heizung geht nicht. Aber ich bin mir sicher, es würde mich auch mit der Heizung frösteln. Die Kälte von innen kann mit einer Heizung nicht vertrieben werden. Ich ziehe mir ein Shirt über und stehe auf. Wanke durch das Chaos meines Zimmers zum Fenster und schließe es.
Draußen ist vor Nebel kaum etwas zu erkennen. Ich reibe mir noch mal die Augen. Diesmal ist es das Naturphänomen, dass meine Sicht trübt. Keine Schlaf mehr. Tränen nur noch ein bisschen.

Schweren Schrittes schlurfe ich aus meinem Zimmer.
Die ganze Wohnung scheint farblich entsättigt. Leise höre ich die Uhr im Flur ticken. Auch die Wohnung ist leer.
In der Küche schiebe ich leere Packungen von Fertigessen zur Seite um einen Platz für meine Tasse zu finden. Dann setze ich Wasser für Tee auf.
Ich gehe ins Wohnzimmer. Ein Glas vom letzten Wochenende steht auf dem kleinen Wohnzimmertisch. Cola-Reste sind darin eingetrocknet. Den Tisch hatten wir zusammen gekauft. Vor rund eineinhalb Jahren. Es kommt mir vor, wie ein anderes Leben.
Es ist still. Nichts rührt sich. Ich höre das Rauschen des Blutes in meinen Ohren. Und das Blubbern des kochenden Wassers in der Küche. Dann macht es klick und das Blubbern verstummt langsam. Dann ist es wieder still.
Ein paar Minuten sitze ich noch auf der viel zu großen Couch.
Schau geradeaus ohne etwas anzusehen.
Dann stehe ich irgendwann auf und gehe auf dem kalten Lenoliumfusßboden zum Balkonfenster und schau nach draußen. Das Wetter ist unverändert. Aber ich sehe eh nicht das, was vor mir liegt. Sondern das, was hinter mir ist.
Vor mir liegt alles im Nebel. Hinter mir ist alles vorbei.
Ich versuche den dicken Klos in meinem Hals herunter zu schlucken. Mehrmals. Es klappt nicht.
Ich seufze. Lasse die Schultern hängen.
Dann gehe ich zurück in mein Zimmer. Lege mich wieder in mein Bett. Der Bettezug hat sich abgekühlt und ist ebenfalls eikalt.
Ich starre an die Decke, an meine Regale, meine Schränke, meine Bilder. An meine Erinnerungen.
Irgendwann umfängt mich schließlich wieder der Schlaf.
In meinem kalten Zimmer. In meinem leeren Bett.
Und fühle mich innerlich nun auch
leer.

Auch als Audiotext

 

Posted by on 21. Oktober 2010 in Zusatzseiten

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Schritte

Unser Leben besteht aus Schritten.
Unsere erste Schritte als Kleinkind sind immer etwas besonderes und werden es für die Eltern wohl immer bleiben. In der Natur sind die ersten Schritte meist lebensnotwendig. Und eine lange Reise beginnt bekanntlich immer mit dem ersten Schritt.
So bestimmen Schritte also unser Leben. Bewusst und unbewusst. Einige machen wir, weil wir es wollen, andere, weil wir es müssen und wieder andere, weil wir glauben, sie tun zu müssen.

Aber wir tun sie.
Denn sie sind für uns das, was wir zum Leben brauchen. Stillstand bedeutet das Ende. Vielleicht nicht gleich, dennoch bald. Wir müssen uns voranbewegen – das ist die Natur von uns.
So gehen wir also. Einen Fuß vor den anderen. Schritt für Schritt. Und dabei ist kein Schritt einer in die falsche Richtung. Denn jeder davon bringt uns dem Ziel näher, das wir noch nicht kennen.
Aber sie treiben uns voran und geben uns die Möglichkeit, uns zu entwickeln. Sie geben uns unseren Sinn weiter zu machen und immer neue Situationen und Gelegenheiten, neue Schritte zu machen. Neue Entscheidungen zu treffen. Kein Schritt ist falsch. Keiner richtig. Es sind Schritte. Ganz einfach.
Und dennoch sind sie eines der wichtigsten Elemente unseres Lebens.

Also gehen wir voran. Also gehe ich. Schritt für Schritt. Irgendwo hin. Aber voran.

 

 

Posted by on 18. Oktober 2010 in Essay, Gedankenseiten, Zusatzseiten

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Diary

Ich habe Kopf. Hört sich lustiger an, als es ist. Denn ich habe einen Kopf. Klar. Und da haben wir auch schon mein Problem.
Hätte ich den nicht, würden mir wohl nicht so viele Gedanken durch selbigen gehen. Wie auch. Trotzdem habe ich Kopf. Und mit ihm auch Kopfschmerzen. Wegen der Probleme, die mir drin rumschwirren. Wegen des Zwistes, den Kopf und Herz haben.
Sind die Probleme eigentlich die Ursache für meine Gedanken oder die Gedanken die Ursache für meine Probleme?
Wenn ich das wüsste, könnte ich versuchen, etwas dagegen zu tun.
Aber so… bleibt mir lediglich, herumzusitzen und Kopf zu haben. Oder eben Kopfschmerzen. Und mein Herz? Es zerspringt, zerreißt und explodiert vor Schmerz. Wenn das Herz weg ist, habe ich dann auch keine Probleme mehr, weil Herz und Kopf sich dann nicht mehr streiten?
Wäre doch einen Versuch wert, oder? Kann nur besser werden.
Also schmeiße ich mein Herz jetzt weg, in der Hoffnung, dass es besser wird und ich nur noch Kopf, aber nicht mehr Herz habe. Oder? Keine Ahnung.

Es muss sich schlichtweg etwas ändern.
Mein Leben ist planlos geworden; der rote Faden wird immer schwächer und ich lasse mich immer und immer mehr gehen. Ich trample auf der Stelle; zum einen aus Angst vor den Veränderungen und ihren Folgen, zum anderen aus purer Unsicherheit, wohin ich soll.
Ich brauche also einen Plan, ein System, dem ich folgen kann. Damit ich wieder ich sein kann; wieder Schlaf finde; wieder fit sein kann.

Ich bin so sehr von meinem Weg abgekommen, dass ich nicht mal mehr einen Wegweiser finde. Ich stehe mitten im Wald, ohne Lampe, Kompass oder gar Karte. Das einzige, was mir bleibt, ist das Gefühl, in die Richtige Richtung zu gehen. Und das verlässt mich gerade.
Jetzt ist der Moment gekommen: Links oder rechts, schwarz oder weiß, oben oder unten. Die Entscheidung liegt bei mir. Und ich bin alles andere, als sicher.
Ich denke, es ist ein Punkt, an den jeder Mensch kommt, doch wo sich niemand trifft.
Aber es muss enden, damit es endlich weitergeht. Das Ende diese Weges ist nun erreicht und ich muss nun einen neuen gehen. Welchen, das weiß ich leider noch nicht. Und keinen klaren Weg zu haben, ist überaus verwirrend.
Das Ziel ist ein Plan. Das Ziel ist der Weg.
Paradox…

Ich habe Kopf. Hört sich lustiger an, als es ist. Denn ich habe einen Kopf. Klar. Und da haben wir auch schon mein Problem.

Hätte ich den nicht, würde mir wohl nicht so viele Gedanken durch selbigen gehen. Wie auch. Trotzdem habe ich Kopf. Und mit ihm auch Kopfschmerzen. Wegen der Probleme, die mir im drin rumschwirren. Wegen des Zwistes, den Kopf und Herz haben.

Sind die Probleme eigentlich die Ursache für meine Gedanken oder die Gedanken die Ursache für meine Probleme?

Wenn ich das wüsste, könnte ich versuchen, etwas dagegen zu tun.

Aber so… bleibt mir lediglich, herumzusitzen und Kopf zu haben. Oder eben Kopfschmerzen. Und mein Herz? Es zerspringt, zerreißt und explodiert vor Schmerz. Wenn das Herz weg ist, habe ich dann auch keine Probleme mehr, weil Herz und Kopf sich streiten?

Wäre doch einen Versuch wert, oder? Kann nur besser werden.

Also schmeiße ich mein Herz jetzt weg, in der Hoffnung, dass es besser wird und ich nur noch Kopf, aber nicht mehr Herz habe.

Es muss sich schlichtweg etwas ändern.

Mein Leben ist planlos geworden; der rote Faden wird immer schwächer und ich lasse mich immer und immer mehr gehen. Ich trample auf der Stelle; zum einen aus Angst vor den Veränderungen und ihren Folgen, zum anderen aus purer Unsicherheit, wohin ich soll.

Ich brauche also einen Plan, ein System, dem ich folgen kann. Damit ich wieder ich sein kann; wieder Schlaf finde; wieder fit sein kann.

Ich bin so sehr von meinem Weg abgekommen, dass ich nicht mal mehr einen Wegweiser finde. Ich stehe mitten im Wald, ohne Lampe, Kompass oder gar Karte. Das einzige, was mir bleibt, ist das Gefühl, in die Richtige Richtung zu gehen. Und das verlässt mich gerade.

Jetzt ist der Moment gekommen: Links oder rechts, schwarz oder weiß, oben oder unten. Die Entscheidung liegt bei mir. Und ich bin alles andere, als sicher.

Ich denke, es ist ein Punkt, an den jeder Mensch kommt, doch wo sich niemand trifft.

Aber es muss enden, damit es endlich weitergeht. Das Ende diese Weges ist nun erreicht und ich muss nun einen neuen gehen. Welchen, das weiß ich leider noch nicht. Und keinen klaren Weg zu haben, ist überaus verwirrend.

Das Ziel ist ein Plan. Das Ziel ist der Weg.

Paradox…

 

Posted by on 22. April 2010 in Essay, Gedankenseiten

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