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Tag Archives: ideale

Zufall

Ich glaube
im Gegensatz zu mach and’rem,
dass wir weniger von Gott geschaffen, denn
ich glaube,
dass allemann
sind, was jeder einzeln kann.
Klar gesprochen heißt das dann,
dass wir selbst uns selbst geschaffen.
Uns selbst, uns’re Welt, Freude, Waffen…

Die uns’re Existenz,
wer richtig hinschaut, erkennt’s,
ist nur ein großer Zufall.
Staub, Schleim und Erde
kamen glücklicherweise
so zusammen, dass draus der Mensch dann werde.

Letztendlich dann
widerten wir uns selber an
und dann
suchten wir eine Ausrede
und erfanden Gott, dass er uns nach dem Leben eben
Erlösung gebe.

Doch Gott sind wir selbst,
nur eben nicht allein.
Drum sollten wir in unserem Denken
manchmal etwas göttlicher Sein.

Doch Zufall, Blasphemie oder Antipathie
hin und her.
Einzig sichrer Fakt für mich ist der:
Ich gebe hier und gerne zu –
der, für mich beste Zufall,
der bist Du.

 

Posted by on 20. Januar 2010 in Gedankenseiten, Lyrik

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Nur ein Mensch…

Dieser Text ist völlig frei aus dem Bauch heraus geschrieben. Er legt keinerlei Wert auf Form und/oder Ausdruck und wird auch nicht noch einmal liegen gelassen um ihn anschließend zu überarbeiten.
Er entsteht aus einer Laune. Einer Laune, die ich schon lange in mir trage; tragen werde.
Nichts desto trotz tut es gut, hin und wieder auf diesem Wege etwa davon heraus zu lassen.

Ich bin ein Mensch, der… nein. Anders. Ich bin ein Mensch. So ist es richtig. Fange ich damit an, was ich bin und komme so vielleicht auf die richtigen Trichter, warum ich so bin.
Nun, ich bin also ein Mensch. Und es liegt, das ist allgemeinhin gültig, in der Natur des Menschen, nicht immer korrekt zu handeln.
Ein weiteres Indiz dafür, dass ich wirklich ein Mensch bin.
Denn ich habe vielen anderen Menschen Schmerz und Trauer gebracht. Ohne es gewollt zu haben, aber doch oft mit einer leisen Vorahnung im Hinterkopf, die ich allerdings immer erfolgreich unterdrückte.
Und es tut mir leid. Denn obgleich ich mich als einen Menschen einschätze, der stets versucht, das Richige zu tun, bin ich einer jener, die so oft genug noch alles schlimmer machten und machen.

Ich möchte mich hiermit entschuldigen. Entschuldigen bei jenen, deren Wege ich folgenschwer gekreuzt habe. Jene, die ich beeinflusst habe. Vermeindlich zum Guten und die dann doch in ein Loch fielen. Oft meinetwegen. Es tut mir Leid, dass ich euch so sehr vertrauensvoll vorkam und schlussendlich sehr häufig eine neue Tür ins Leere aufging. Entschuldigung an alle, die ich enttäuscht habe – es war nie meine Absicht.
Verzeiht, wenn ich euch allein ließ, wenn ich hätte da sein sollen, verzeiht, dass ich oft nie hielt, was ich versprach.

Ich kann nichts davon leugnen. Ich stehe jeden Tag vor dem Spiegel und sehe jeden einzelnen von euch. Jene, die ich heute noch Freunde nenne, die an mich aber nicht einen Gedanken mehr verschwenden und verschwenden wollen.
Ich sehe euch immernoch. Und ich vermisse euch. Vermisse die Möglichkeit, es besser zu machen. Meine Versprechen zu halten, der Held zu sein, für den ihr mich einst hieltet.

Doch ich kann es leider nicht. Ich kann nicht all meine Versprechen halten. Nicht für jeden da sein, für den ich da sein müsste, nicht immer stark sein, wenn ich stark sein müsste. Nicht immer klug sein, nicht immer zuverlässig. Denn ich bin es nicht. Und werde es nie sein. Ich bin kein Held. Auch wenn ich es gern wäre.
Ich bin schlicht und ergreifend
nur ein Mensch.

 

Posted by on 19. Januar 2010 in Essay, Gedankenseiten

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Ideale Ideale

Vor kurzem auf meine Nach-Hause-Weg in einer Freistunde:
Ich stand an einer roten Ampel und schaute so auf das Treiben auf der Straße vor mir. Plötzlich fiel mir etwas ins Auge. Etwas ziemlich seltsames. Fährt da doch ein älterer Herr auf der dreispurigen Straße, mit dem Fahrrad, in der Mitte der mittleren Spur.
Na ja… mag sein, dass er schon länger Rad fährt als ich, allerdings habe ich das anders gelernt, zumal er nicht abbog.
Aber das war gar nicht so das, was mich zum Grübeln brachte, nein es war die Tatsache, dass neben mir ein etwa vierjähriger Junge mit seiner Oma stand und das ganze beobachten durfte.
Stand? Nein! Er ging! Ist die alte Dame doch wirklich mit ihrem Enkel bei Rot über die Straße gegangen! Zu einer Zeit, wo alle jüngeren Schulkinder nach Hause gehen.
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Posted by on 19. November 2006 in Gedankenseiten

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