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Tag Archives: Lyrik

Ja-Wort

Lass mich Dein Netz und doppelter Boden sein;
Dein Auffangbecken;
Dein sicherer Hafen.
Lass mich Dir Geborgenheit geben
und Dich fest halten
und festhalten.

Lass mich Dir Glück eröffnen,
dein Sonnenschein am Morgen
und Mondlicht über dem See sein.

Ich gebe Dir,
was Du möchtest,
was Du brauchst,
was Du willst.
Wenn das, was Du willst
auch ich bin.

Doch du schweigst.

 

Posted by on 11. Juli 2014 in Lyrik

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[Lyrik] Zeit für!

Es ist Zeit.
Es ist so weit!
Seid bereit!
Geht hinaus,
tut euer Werk
Tut, was ihr müsst,
tut was getan werden muss.
Geht aus dem Haus,
atmet die Luft.
Riecht den Duft
von frischem Regen,
Gras,
Wind,
Lieferverkehr.
Geht hinaus!
Jeder. Alle.
Mit dem, was er kann,
hat;
will;
muss!
Tut euer Werk.
Denn es muss getan werden.
„Wer, wenn nicht wir;
wo, wenn nicht hier?“
Wann, wenn nicht jetzt?
Denn es ist Zeit.
Zeit für Helden.

 

Posted by on 10. August 2011 in Gedankenseiten, Lyrik

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Neues altes Blog wird öffentlich

Okay… so wirklich neu ist das Blog jetzt nicht- zugegeben. Aber die wenigsten kannten ihn.
Mein Blog „Wind und Regen“ diente mir als anonymer Schreiber dazu, Gedichte und andere lyrische Ergüsse zu schreiben, ohne dabei zuzugeben, dass ICH es bin, der da vor einem die Seele ausschüttet.
Das hat nun ein Ende, denn ich werde Wind und Regen zukünftig zu meinem Schreiberblog machen und Einträge über Christhulhu-Twiter veröffentlichen.
Warum? Weil ich es kann? Weil ich Lust drauf hatte? Oder weil ich einfach das eine vom anderen trennen wollte. Sucht euch etwas aus.
Vorerst habe ich zu den dort veröffentlichtenWerken auch noch jene importiert, die ich hier auf ElPs Welt veröffentlicht hatte, samt Kommentaren und so weiter. Weitere werden nach und nach dort veröffentlicht, wobei ich hoffe, dass ich zukünftig auch bald wieder mit ein paar neuen Gedichten aufwarten kann.

Schau’n mer ma‘!

 

Posted by on 13. Juni 2010 in Zusatzseiten

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Fluss

Nur ein Gefühl.
Nur ein Gedanke.
Nur ein flüchtiges Streben
ohne Wiederkehr.
Dein Kopf ist leer.
Deine Füße kühl.
Gedanken ohne Leben.

Denn ein Fluss fließt durch Dich.
Ein Fluss fließt durch mich.
Reißt alles hinfort, was bisher war;
Reißt es fort und es ist nicht mehr da.
Nimmt es mit sich, nimmt es fort.
Nimmt’s an einen weit entfernten, schöneren Ort.

Schwer fällt mein Kopf auf den Sand.
Ich will nicht mehr, weil ich nicht mehr kann.
Leblos fällt mein Ich von mir ab.
Mein Geist fliegt gen Himmel,
lässt den Körper hinter sich;
lässt vom Irdischen endlich ab.

Denn ein Fluss fließt durch mich.
Ein Fluss fließt durch Dich.
Reißt alles hinfort, was bisher war;
Reißt alles fort und es ist nicht mehr da.
Nichts hat vor ihm Bestand.
Nimmt uns mit in ein fremdes Land.

Jeder Schritt ist schwer.
Ich bleibe steh’n;
ich kann nicht mehr.
Setz‘ mich leis‘
auf den Boden meine Seele,
schlafe ein,
auf dass ich mich nicht mehr qäle.

Denn ein Fluss fließt in uns.
Reißt uns hinfort
an einen fremden
weiten
schöneren Ort.
Schwerelos und schnell
verlässt uns die Welt
weil uns hier nichts mehr hält.

Ich wache auf.
Mit Tränen im Gesicht.
Es war ein Traum.
So etwas, wie meinen Fluss
gibt es wohl nicht.

Denn ein Fluss floss duch mich hindurch.
Floss durch mich, floss durch Dich.
Riss alles hinfort
an einen stillen, fremden, unwirklichen Ort.
Schwemmte schlechtes Weg,
ließ gutes liegen.
Von diesem Fluss
ist nur meine Erinnerung geblieben.

Ich schlafe ein.
Träume vom Fluss
und uns’rem schönen Ort.
Träume von Licht und Wärme und Weisheit.
Und dann riss mein Fluss mich fort…

 

Posted by on 8. Februar 2010 in Gedankenseiten, Lyrik

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Wege durch die Nacht

Wege durch die Nacht

Allein gelassen und vergessen
stehe ich und schau dich an.
Die letzten Tränen war’n die letzten
nur schwerlich komme ich voran.

Ohne Willen, ohne Zweck,
lässt sich alles schwerlich tun.
Ich habe Hoffnung, doch schieb‘ sie weg
und lasse mich selbst nicht ruh’n.

Beschwerlich mach‘ ich meine Wege
durchs Gestrupp und Gezweig des Lebens
Auch wenn ich viele Zweifel hege,

weiß ich, es ist nicht vergebens.
Allein gelassen geh ich voran
mit dir auf meinem Weg vorn an.

 

Posted by on 21. Januar 2010 in Gedankenseiten, Lyrik

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Zufall

Ich glaube
im Gegensatz zu mach and’rem,
dass wir weniger von Gott geschaffen, denn
ich glaube,
dass allemann
sind, was jeder einzeln kann.
Klar gesprochen heißt das dann,
dass wir selbst uns selbst geschaffen.
Uns selbst, uns’re Welt, Freude, Waffen…

Die uns’re Existenz,
wer richtig hinschaut, erkennt’s,
ist nur ein großer Zufall.
Staub, Schleim und Erde
kamen glücklicherweise
so zusammen, dass draus der Mensch dann werde.

Letztendlich dann
widerten wir uns selber an
und dann
suchten wir eine Ausrede
und erfanden Gott, dass er uns nach dem Leben eben
Erlösung gebe.

Doch Gott sind wir selbst,
nur eben nicht allein.
Drum sollten wir in unserem Denken
manchmal etwas göttlicher Sein.

Doch Zufall, Blasphemie oder Antipathie
hin und her.
Einzig sichrer Fakt für mich ist der:
Ich gebe hier und gerne zu –
der, für mich beste Zufall,
der bist Du.

 

Posted by on 20. Januar 2010 in Gedankenseiten, Lyrik

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Ich kam, las und war begeistert

Eine Lesebühne.
Das ist, wenn sich ein paar kreative Köpfe in einem Etablissment treffen, um dort ihre – ebenso kreativen – literarischen Ergüsse vor Publikum vorzutragen.
Und da war ich.
„Schmalz und Marmelade“ hatten mich eingeladen, im Schweriner Freischütz zum globalen Thema „Terminschwierigkeiten“ vorzulesen. So saß ich also am 08.11.2009 im kreise kreativer Köpfe vor einem Publikum, um meine kreativen Ergüsse von mir zu geben.
Und es war ein tolles Erlebnis. Nicht nur, dass das Publikum offenbar Gefallen an meinem Vortrag hatte, allein das Zuhören bei den Werken der drei weiteren anwesenden Wortschöpfern, war derart inspirierend, dass mein Kopf vor potenziellen Ideen fast platzt.
Falls jemand Spaß an humorvollen und geistreichen Texten hat, sollte er dringend nach dem nächsten Termin von „Schmalz und Marmelade“ Ausschau halten und ihn unbedingt wahrnehmen – es lohnt sich!

Gibt es sonst noch etwas?
Ach ja! Die CD!
Holt euch die CD!
Ich habe lange nicht mehr so laut und herzhaft gelacht, wie ich es beim Hören der CD „Ihr Klatschen auf CD“ getan habe. Ganz großes Kino. Für die Ohren. Versteht sich. Und das Herz.

 

Posted by on 10. November 2009 in Zusatzseiten

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Was wir müssen

Was wir müssen
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Wie ist es, 
jemanden zu verlieren?
Zu spüren,
wie dort ein großes Loch entsteht.

Ohnmächtig mit anzusehen,
wie jemand von einem geht,
zu sehen, wie ein Leben vergeht,
und einfach daneben zu stehen.

Es ist Qual. 
Es ist Schmerz.
Es bricht einem das Herz.
Nimmt einem jede Hoffung.

Daneben zu stehen,
nichts tun zu können,
zuzusehen,
und doch lächeln zu können.

Weil es das letzte ist, 
was der andere sieht
und ihm auf die Stirn zu küssen,
ist das, was wir müssen.

 

Posted by on 2. April 2009 in Lyrik

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Gedicht: also

also
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Also stehe ich nun hier.
Auf der Schwelle,
vor einer neuen Tür.

„Stehe“.
Nicht „gehe“.
Wage ich es?
Gehe ich weiter?
Oder halt‘ ich lieber
am alten fest?

Ich hör‘ das Blut in meinen Ohren
pulsieren. Wenn ich länger warte,
hab‘ ich vielleicht schon verloren.

Gehe ich weiter,
lasse ich altes
weit hinter mir.

Nun stehe also
vor dieser Tür.

Stehe.
Nicht gehe.

Stillstand.

 

Posted by on 16. März 2009 in Lyrik

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Zu Ende

Zu Ende
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Zu Ende.
Das Spiel ist vorbei.
Keine neue Runde,
keine neue Chance.

Bis hier hin ging’s
und ab hier geht’s
auch nicht weiter.

Es ist vorbei.
Kein Kämpfen mehr,
keine Qualen.

Ruhe.
Endlich.
Ende.
Ist auch immer ein Anfang.

 

Posted by on 11. März 2009 in Lyrik

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