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Gedankensprung III – Der Weg von Wind und Regen

Ich gehe die leere Straße entlang. Wieder einmal.
Doch nicht allein. Wind und Regen begleiten mich. Der Wind tobt durch die Blätter der Bäume, der Regen prasselt auf die Straße vor mir, auf mich, auf die parkenden Autos am Straßenrand.
Kein Mensch ist zu sehen. Die Straßen wirken wie ausgestorben. Kein Wunder bei dem trostlosen Licht und den tief hängenden, grauen Wolken über mir und meinen beiden Gefährten.
Wind und Regen. Sie waren immer da. Sind keine Freunde, aber ständige Begleiter. Wollten mir nie etwas schlechtes, aber gaben mir auch nicht immer Gutes.
Ich bleibe stehen. Atme tief ein. Und wieder aus. Meine Brust hebt und senkt sich. Ich rieche den Duft von nassem Gras; spüre, wie die Kraft des Windes in meiner Nase kribbelt.

Dann wird der Regen weniger. Auch der Wind lässt etwas nach. Ich öffne die Augen.
Wie ein letzter Wink weht der Wind noch etwas Regen in mein Gesicht. Dann nichts mehr.
Die Wolkendecke bricht auf.
Und Sonne scheint mir ins Gesicht.

Danke.

 

Posted by on 3. Februar 2011 in Gedankenseiten, Gedankensprünge

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Weg zur Sonne

Ich ging die Straße entlang.
Den Krangen meiner Jacke hochgestellt; die Hände in den Taschen vergraben. Ich zog die Schultern hoch und doch… der Wind ging mir bis unter die Knochen. Ich fröstelte.
Schwach schaute ich aus meinen Augen. Ein resignierter Blick auf das nasse Grau der Straße. Der Regen hatte alles durchtränkt; mich inklusive. Ich spürte, wie der Wind durch den Regen noch kälter wirkte, als er durch meine Haare fuhr. Eine Gänsehaut schlich sich von meinem Nacken bis in mein Kreuz.
Ich frohr erbärmlich.
Nur nicht anhalten. Weitergehen. Sonst frierst du noch mehr, dachte ich.
Ich schluckte schwer. Der Hals tat mir weh. Nicht schon wieder krank werden. Ich zitterte. Und bemerkte, wie schwach ich wurde. Und müde.
Ich dachte an ein warmes Bett mit einer dieser Decken aus dem weichen Kunstfell. Dort wollte ich hin. Aber nicht allein. Allein war ich jetzt. Aber ich wollte es nicht sein. Also ging ichweiter.
Ich bemerkte, dass ich sogar allein auf der Straße war. Vielleicht würde bei dem Wetter niemand vor die Tür wollen.
Plötzlich blieb ich stehen. Ich wusste nicht mehr recht, warum ich unterwegs war. Wo wollte ich eigentlich hin?
Links von mir wurde es am Himmel heller. Die dicken, grauen Wolken waren dort nicht mehr ganz so dicht.
Also ging ich darauf zu.
Ein wenig Sonne war, was ich brauchte. Dann würde schon alles gut gehen.
Ich bog nach links ab und folgte der Straße. Ich merkte, wie es weniger regnete, wie der Wind schwächer wurde, wie es etwas wärmer wurde.
Ein gutes Gefühl.
Triefnass überquerte ich die Straße.
Die Sonne brach ein wenig durch die dichte Wolkenwand. Ein Sonnenstrahl. Er tut so gut. Ich erschauderte vor Wohlgefühl.
Das Auto traf mich schnell und hart.
Ich wurde einige Meter durch die Gegend geschleudert, bis ich auf der Seite liegend zm Stillstand kam. Die Sonne im Blick und mit Regen im Gesicht lag ich auf der Straße und spürte keine Schmerzen.
Der Wind führ mir durch die Haare.
Ich war sofort tot.

 

Posted by on 10. Februar 2010 in Gedankenseiten

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