Gedankenseiten

Weg zur Sonne

Ich ging die Straße entlang. Den Krangen meiner Jacke hochgestellt; die Hände in den Taschen vergraben. Ich zog die Schultern hoch und doch… der Wind ging mir bis unter die Knochen. Ich fröstelte. Schwach schaute ich aus meinen Augen. Ein resignierter Blick auf das nasse Grau der Straße. Der Regen hatte alles durchtränkt; mich inklusive. Ich spürte, wie der Wind durch den Regen noch kälter wirkte, als er durch meine Haare fuhr. Eine Gänsehaut schlich sich von meinem Nacken bis in mein Kreuz. Ich frohr erbärmlich. Nur nicht anhalten. Weitergehen. Sonst frierst du noch mehr, dachte ich. Ich schluckte schwer. Der Hals tat mir weh. Nicht schon wieder krank werden. Ich zitterte. Und bemerkte, wie schwach ich wurde. Und müde.…

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Gedankenseiten

Mein Fall

Ich habe gerade eine kleinen Fund gemacht, der da ältere Texte von mir sind. Einige davon möchte ich in nächster Zeit veröffentlichen. Hier der erste davon… Montag, 12. Juni 2007, Neubrandenburg, 00:36 Normalerweise komme ich auf meine Ideen für Blogs, während ich fernsehe oder durch die Welt um mich herum gehe und beobachte. Doch jetzt hat mich der Zufall, das Schicksal oder nennt es, wie ihr wollt, in eine ganz andere Gegend geschickt, um meinen neuen Blog zu schreiben: einen Traum. Der Traum, von dem ich nun berichte war für mich kein schöner, jedoch auch kein schrecklicher. Der Traum, von dem ich nun berichte, wird sicher dem ein oder anderem ziemlich blöde vorkommen und doch hat er mehr mein Denken…

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Lyrik

Was wir müssen

Was wir müssen *************** Wie ist es,  jemanden zu verlieren? Zu spüren, wie dort ein großes Loch entsteht. Ohnmächtig mit anzusehen, wie jemand von einem geht, zu sehen, wie ein Leben vergeht, und einfach daneben zu stehen. Es ist Qual.  Es ist Schmerz. Es bricht einem das Herz. Nimmt einem jede Hoffung. Daneben zu stehen, nichts tun zu können, zuzusehen, und doch lächeln zu können. Weil es das letzte ist,  was der andere sieht und ihm auf die Stirn zu küssen, ist das, was wir müssen.

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Essay, Gedankenseiten

[Essay] Große Dichter und Denker

Große Dichter und Denker hatten immer einen passenden Spruch parat. Immer wussten sie etwas kluges und elegantes von sich zu geben. Große Dichter und Denker… sie sind tot. Ich muss zugeben, ich bin in den letzten zwei Tagen sehr nah am Wasser gebaut. Ich bin vielleicht weder großer Dichter, noch Denker. Vielleicht habe ich deshalb kaum einen klugen Spruch parat. Ich habe ein Buch mit Lebensweisheiten… große Dichter und Denker… sie helfen mir trotzdem nicht. Ich habe eine Freundin. Ich gebe zu: Wir kennen uns noch nicht lange. Aber es ist etwas besonderes. Wirklich. Da ist ein Band zwischen uns, das man so selten findet. Es hat sich eine gute Freundschaft entwickelt. Meine Freundin hat Krebs. Und jetzt? Wo sind…

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